Klimaschutzkonferenzen

Fürths erste Klimaschutzkonferenz !!!

Das Foto zeigt einen Screenshot der Veranstaltung. Es handelt sich um einen Ausschnitt des Vortrages von Prof. Krüger, bei dem veranschaulicht wird, inwiefern Deutschland in doppelter Weise hinter den notwenigen Aktivitäten zur Einhaltung des 1,5-Gradzieles zurückbleibt: Es ist von einer Umsetzungslücke und von einer Ambitionslücke zu sprechen.
Grafik: Prof. Dr. Fred Krüger und Studierende

Fürth im Wandel! Gemeinsam mit der Stadt Fürth veranstalteten wir am 24.7.2020 Fürths erste Klimaschutzkonferenz – wegen Corona per Zoom-Meeting.

Insgesamt 67 Personen, darunter der dritte Bürgermeister Dietmar Helm, Stadträt/-innen der Grünen, der SPD, der Linken und der CSU, Vertreter/-innen der Stadtverwaltung und von Firmen sowie interessierte Bürger/-innen kamen am 24.07. online zusammen, um sich über Klimaschutz in Fürth auszutauschen.

Nach einer Eröffnungsrede von Dietmar Helm (CSU) kam Prof. Dr. Fred Krüger von der Universität Erlangen-Nürnberg gemeinsam mit Student/-innen der Geographie zu Wort. Am Beispiel der tansanischen Millionenstadt Daressalam erläuterte er ein modernes Bus-basiertes Verkehrssystem, aber auch die katastrophalen Folgen der Klimakrise, die sich dort bereits heute zeigen und in den Medienberichten hierzulande nur wenig Aufmerksamkeit erhalten. In Daressalam äußern sich diese vor allem durch an Häufigkeit und Intensität zunehmende Überflutungen.

Referent/-innen aus Augsburg, Tübingen und Bottrop berichteten anschließend in drei Panels über ihre Erfahrungen und Erfolge, denn diese drei Städte haben in den letzten Jahrzehnten in Sachen Klimaschutz bereits sehr erfolgreiche Wegstrecken zurückgelegt. 

Im letzten großen Teil der Veranstaltung hatten alle Teilnehmenden die Möglichkeit sich in einer der sechs Diskussionsgruppen einzubringen. Für Diskussions-Impulse sorgten Expert/-innen des VCD Fürth e.V. (Christoph Wallnöfer), der Energieagentur Nordbayern GmbH (Erich Maurer und Nicola Polerauer), des BUND Naturschutz Fürth e.V. (Reinhard Scheuerlein), des Architekturbüros Jenohr / Mezger (Jon Mezger), der SoLaWi Dollinger (Claudia Dollinger) und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (Herr Kleinlein).

Diskutiert wurden beispielsweise die Kosten eines ökologischen Hausbaus. Jon Mezger überraschte hier mit dem Hinweis, dass dieser nicht teurer sein muss als der konventionelle Hausbau. Auch Erich Maurer räumte das Missverständnis aus, die 10H-Regelung in Bayern verhindere zwangsläufig den Bau von Windkraftanlagen in Stadtnähe. Er betonte, dass es sich hierbei nicht um ein Verbot handele, sondern Kommunen durchaus handlungsfähig blieben. Im Energieplan von Fürth sind zwei Flächen ausgewiesen, auf denen Windräder gebaut werden könnten.

Gerade weil das Thema Klima dringlich ist und bedrückend sein kann, waren wir am Ende der Konferenz unglaublich glücklich, so viele verschiedene Menschen zusammengebracht zu haben, die alle mit an einer ökologischeren und sozialeren Welt arbeiten – und sogar die Technik hat mitgespielt!

Eine zweite Klimaschutzkonferenz ist bereits in Planung. Auch diese soll wieder offen für alle interessierten Personen sein.